Über den TMS


Der Test für Medizinische Studiengänge (TMS) ist ein spezifischer Studierfähigkeitstest und prüft das Verständnis für naturwissenschaftliche und medizinische Problemstellungen. Mit Hilfe des Tests, der aus Untertests besteht, wird festgestellt, inwieweit der Bearbeiter komplexe Informationen, welche in längeren Texten, Tabellen oder Graphiken dargeboten werden, zu erfassen und richtig interpretieren vermag, ferner, wie gut er mit Größen, Einheiten und Formeln umgehen kann. Des Weiteren prüft der TMS die Merkfähigkeit, die Genauigkeit der visuellen Wahrnehmung, das räumliche Vorstellungsvermögen und die Fähigkeit zu konzentriertem und sorgfältigem Arbeiten. Nicht geprüft werden fachspezifische Kenntnisse, die Gegenstand der Abiturprüfung oder einer anderen Prüfung sind, welche die Hochschulreife vermittelt. Zum Zweck ihrer Erprobung können in den Test Aufgaben aufgenommen werden, die nicht in die Wertung eingehen.

Der TMS kann nur an den angegebenen Orten in Deutschland absolviert werden und ist nicht wiederholbar.

Die TMS-Koordinationsstelle, die für die Testorganisation und –koordination zuständig ist, ist an der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg angesiedelt. Details und Regelungen des TMS sind in der Auswahlsatzung der Universität Heidelberg für die Zulassungen zu den Studiengängen Medizin und Zahnmedizin (hochschuleigenes Auswahlverfahren) festgelegt.

Mit der Entwicklung und Auswertung des Tests ist die Firma ITB Consulting GmbH in Bonn beauftragt.


Berücksichtigung des TMS-Ergebnisses in hochschuleigenen Auswahlverfahren

Folgende medizinische und zahnmedizinische Fakultäten setzen bei diesen bundesweit zulassungsbeschränkten Studiengängen im Auswahlverfahren der Hochschulen (AdH) das Ergebnis des TMS als ein Auswahlkriterium ein:

Humanmedizin

Zahnmedizin

Daneben berücksichtigt seit dem Wintersemester 2014/15 auch die Kassel School of Medicine den TMS bei ihrer Studienplatzvergabe. Informationen finden Sie auf den Seiten der Kassel School of Medicine.

Seit dem Wintersemester 2012/2013 zieht auch die Universität Ulm bei der Vergabe für den örtlich zulassungsbeschränkten Bachelorstudiengang Molekulare Medizin im „Auswahlverfahren der Hochschulen“ AdH das Ergebnis des TMS heran. Für eine Bewerbung im AdH in diesem Studiengang ist die TMS-Teilnahme freiwillig. Ausführliche Informationen zum Auswahlverfahren für diesen Studiengang finden Sie auf den Seiten der Universität Ulm. Bei Fragen wenden Sie sich bitte direkt an die Universität Ulm.

Die am TMS beteiligten Hochschulen beauftragen die zentrale TMS-Koordinationsstelle an der Medizinischen Fakultät Heidelberg mit der Organisation und Koordination des TMS.

Die Teilnahme am TMS ist für die Zulassung in den genannten Studiengängen freiwillig. Das Testergebnis kann allerdings an den am TMS beteiligten Fakultäten die Chance auf einen Studienplatz in der Quote „Auswahlverfahren der Hochschulen“ AdH (gemäß den hochschuleigenen Kriterien in unterschiedlicher Gewichtung) erhöhen. Eine Verschlechterung der Chancen gegenüber einem Bewerber, der am TMS nicht teilgenommen hat, ist – auch bei einem schlechten TMS-Ergebnis – ausgeschlossen. Wenn Sie nicht am Test teilnehmen, können sich allerdings Bewerber, die am Test teilgenommen und sehr gut abgeschnitten haben, in der Rangfolge der Zulassungen vor Ihnen platzieren, auch wenn Sie eine sehr gute Abiturnote haben.

In allen anderen Quoten (z.B. Abiturbestenquote, Wartezeitquote, Zweitstudienbewerber-Quote) ist der Test nicht relevant.

Ausführliche Informationen hierzu entnehmen Sie bitte den Auswahlsatzungen/ Bewerbungsinformationen der beteiligten Medizinischen Fakultäten und den Seiten der Stiftung für Hochschulzulassung in Dortmund; die Links finden Sie in der oberen Navigationsleiste unter dem Punkt "Externe Links".

Über das Testergebnis hinaus werden an den Hochschulen weitere Profil bildende Kriterien im AdH angewandt, die Sie ebenfalls den hinterlegten Links oder den entsprechenden Webseiten der Hochschulen und der Stiftung für Hochschulzulassung entnehmen können.


TMS Aufbau

Der TMS besteht aus folgenden Aufgabengruppen:


Aufgabengruppe Anzahl Zeit
Muster zuordnen 24 22 min
Medizinisch- naturwissenschaftliches Grundverständnis 24 60 min
Schlauchfiguren 24 15 min
Quantitative und formale Probleme 24 60 min
Konzentriertes und sorgfältiges Arbeiten 1 8 min
Pause (1 Stunde)
Merkfähigkeitstest (Einprägephase)
Figuren lernen
Fakten lernen

20
15

4 min
6 min
Textverständnis 24 60 min
Merkfähigkeitstest (Reproduktionsphase)
Figuren lernen
Fakten lernen

20
20

5 min
7 min
Diagramme und Tabellen 24 60 min