Über den TMS

Der Test für Medizinische Studiengänge (TMS) ist ein fachspezifischer Studierfähigkeitstest, der das Verständnis für naturwissenschaftliche und medizinische Problemstellungen prüft. Mit Hilfe des Tests, der aus verschiedenen Untertests besteht, wird festgestellt, inwieweit der Bearbeiter komplexe Informationen, welche in längeren Texten, Tabellen oder Graphiken dargeboten werden, zu erfassen und richtig zu interpretieren vermag, ferner, wie gut er mit Größen, Einheiten und Formeln umgehen kann. Des Weiteren prüft der TMS die Merkfähigkeit, die Genauigkeit der visuellen Wahrnehmung, das räumliche Vorstellungsvermögen und die Fähigkeit zu konzentriertem und sorgfältigem Arbeiten. Nicht geprüft werden fachspezifische Kenntnisse, die Gegenstand der Abiturprüfung oder einer anderen Prüfung sind, welche die Hochschulreife vermittelt. Der Test für medizinische Studiengänge findet an zwei TMS-Durchgängen pro Jahr statt (Frühjahrs-TMS und Herbst-TMS). Pro Durchgang werden zwei Termine angeboten. Die Teilnahme ist freiwillig. Jede Person darf den TMS nach einer ersten Teilnahme einmalig innerhalb eines Jahres wiederholen (Ausnahme: Personen, die den TMS vor Mai 2022 absolviert haben, für sie gilt eine Übergangsphase bis Herbstdurchgang 2023, in der sie sich für eine einmalige Wiederholung anmelden können).

Der TMS besteht aus folgenden Aufgabengruppen:

Aufgabengruppe Anzahl Zeit
Muster zuordnen 24 30 min
Medizinisch- naturwissenschaftliches Grundverständnis 24 60 min
Schlauchfiguren 24 15 min
Quantitative und formale Probleme 24 60 min
Pause (1 Stunde)
Merkfähigkeitstest (Einprägephase)
Figuren lernen
Fakten lernen
20
15
4 min
6 min
Textverständnis 24 60 min
Merkfähigkeitstest (Reproduktionsphase)
Figuren lernen
Fakten lernen
20
20
5 min
7 min
Diagramme und Tabellen 24 60 min

Der TMS wird durch die TMS-Koordinationsstelle an der Medizinischen Fakultät der Universiät Heidelberg für gesamt Deutschland organisiert. Mit der jährlichen Bereitstellung und Auswertung der aktuellen TMS-Versionen wird das Institut für Test- und Begabungsforschung der ITB Consulting in Bonn beauftragt. Zum Zweck ihrer Erprobung können in den Test Aufgaben aufgenommen werden, die nicht in die Wertung eingehen.

Details und Regelungen des TMS sind im Anhang zu der Auswahlsatzung der Universität Heidelberg für die Zulassungen zu den Studiengängen Medizin und Zahnmedizin sowie auf dieser Homepage festgelegt.

Das TMS-Ergebnis dient ausschließlich der Bewerbung um einen Studienplatz in einem medizinischen Studiengang an den auf der TMS-Homepage genannten Einrichtungen. Die Bewerbung erfolgt über die Stiftung für Hochschulzulassung oder über die jeweilige Einrichtung.

Ist Medizin der geeignete Studiengang für mich?

Logo OrientierungstestAuch wenn der TMS als fachspezifischer Studierfähigkeitstest ein sehr guter Prädiktor bzgl. des Studienerfolges ist, empfehlen wir vor dem TMS sich gezielt mit dem gewünschten Studienfach auseinanderzusetzen, um z.B. mit dem freiwilligen Selbsttest zur Studienorientierung www.was-studiere-ich.de die eigenen Neigungen und Fähigkeiten besser einordnen zu können.


Berücksichtigung des TMS-Ergebnisses bei der Bewerbung

Zusätzliche Eignungsquote (ZEQ) und/oder Auswahlverfahren der Hochschulen (AdH)

Folgende Fakultäten setzen bei diesen bundesweit zulassungsbeschränkten Studiengängen in der Zusätzlichen Eignungsquote (ZEQ) und/oder im Auswahlverfahren der Hochschulen (AdH) das Ergebnis des TMS als ein Auswahlkriterium ein bzw. planen dies in einem der nächsten Verfahren einzusetzen:

Pharmazie

Die Teilnahme am TMS ist für die Zulassung in den genannten Studiengängen freiwillig. Das Testergebnis kann allerdings an den am TMS beteiligten Fakultäten die Chance auf einen Studienplatz in den Quoten „Zusätzliche Eignungsquote“ ZEQ und „Auswahlverfahren der Hochschulen“ AdH (gemäß den hochschuleigenen Kriterien in unterschiedlicher Gewichtung) erhöhen. Eine Verschlechterung der Chancen gegenüber einem Bewerber oder einer Bewerberin, der/die am TMS nicht teilgenommen hat, ist – auch bei einem schlechten TMS-Ergebnis – ausgeschlossen. Wenn Sie nicht am Test teilnehmen, können sich allerdings Bewerber*innen, die am Test teilgenommen und sehr gut abgeschnitten haben, in der Rangfolge der Zulassungen vor Ihnen platzieren, auch wenn Sie eine sehr gute Abiturnote haben.

In der Abiturbestenquote sowie den Vorabquoten (Ausländer*innen, die nicht deutschen Bewerber*innen gleichgestellt sind; Härtefälle; Zweitstudienbewerber*innen; Bewerber*innen mit besonderer Hochschulzugangsberechtigung; Sanitätsoffiziere/Sanitätsoffizierinnen der Bundeswehr) ist der Test nicht relevant.

Ausführliche Informationen hierzu entnehmen Sie bitte den Auswahlsatzungen/Bewerbungsinformationen der beteiligten Medizinischen Fakultäten und den Seiten der Stiftung für Hochschulzulassung in Dortmund.

Über das Testergebnis hinaus werden an den Hochschulen weitere profilbildende Kriterien im AdH angewandt, die Sie ebenfalls den hinterlegten Links oder den entsprechenden Webseiten der Hochschulen und der Stiftung für Hochschulzulassung entnehmen können.

Bewerbungschancen

Logo MedirangerDie TMS-Koordinationsstelle ist Verbundpartner im Studierendenauswahlverbund stav. Im Rahmen des Forschungsprojekts wurde ein Tool zur Einschätzung von Bewerbungschancen für das Medizinstudium entwickelt.
Anhand Ihrer Abiturpunktzahl, Ihrer Testergebnisse und Ihrer berufspraktischen Erfahrungen können Sie Ihre Erfolgsaussichten abschätzen! Wie gut müssten Sie bspw. in Abi oder Test abschneiden, um einen Medizinstudienplatz zu erhalten? Die Berechnungen basieren auf den vollständigen hochschulstart-Daten zum Bundeslandausgleich der Abiturnoten!

https://projekt-stav.de/bewerbende/mediranger.php

Landarztquote

In folgenden Bundesländern wird der TMS auch im Rahmen der Auswahl zur Landarztquote als ein Kriterium herangezogen:

Weitere Studiengänge

Die Universität Ulm zieht bei der Vergabe für den örtlich zulassungsbeschränkten Bachelorstudiengang Molekulare Medizin im „Auswahlverfahren der Hochschulen“ AdH das Ergebnis des TMS heran. Ausführliche Informationen zum Auswahlverfahren für diesen Studiengang finden Sie auf den Seiten der Universität Ulm. Bei Fragen wenden Sie sich bitte direkt an die Universität Ulm.


Institut für Test- und Begabungsforschung (ITB)

Logo Institut für Test- und Begabungsforschung (ITB)Das ITB wurde im Jahr 1971 gegründet und blickt auf eine lange Expertise in der Entwicklung verschiedener Tests zur Erfassung von Begabungen, Fähigkeiten und Potenzialen zurück. Namhafte Hochschulen aus dem In- und Ausland greifen seit Jahrzehnten auf diese Tests zurück, ob zur Auswahl von neuen Studierenden oder auch zur Studienberatung von Schülerinnen und Schülern.

Seit 1977 entwickelt das ITB den Test für medizinische Studiengänge (TMS) und wertet ihn aus. Er ist derzeit der wichtigste Eignungstest in der deutschen Hochschullandschaft. In den vergangenen Jahren haben fast 500.000 Teilnehmer*innen den Medizinertest absolviert. Übrigens stammt auch der EMS (Eignungstest für das Medizinstudium) für die Schweiz aus dem Hause des ITB.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Instituts für Test- und Begabungsforschung: www.itb-academic-tests.org